Langjährige Verbundenheit
Oh, du fröhliche … das ist die Gefühlslage beim Verein Leben mit Behinderung Ortenau, wenn alljährlich die Familie Krieger, Geschäftsführung der Firma heimatec in Renchen sich zur Weihnachtszeit im Wohnheim Renchen meldet, um besondere Projekte mit einer großzügigen Spende zu unterstützen. Auch in diesem Jahr überbrachten Martin Krieger, Gabriele Krieger und Kay Krieger bei einem Besuch im Wohnheim Renchen die Spende persönlich. In Zeiten knapper werdender öffentlicher Ressourcen sind Partnerschaften mit engagierten Unternehmen für den Verein von besonderer Bedeutung. Dank dieser großzügigen Unterstützung können viele besondere Angebote für Menschen mit komplexen Behinderungen im Ortenaukreis fortgeführt oder neu ermöglicht werden. „Uns liegt es am Herzen, einen bleibenden sozialen Mehrwert zu schaffen. Hier vor Ort sehen wir, wie unsere Spende Wirkung zeigt, deshalb unterstützen wir das Wohnheim schon seit vielen Jahren. Unsere Hilfe kommt direkt an“ betonte Kay Krieger. Wie wichtig die ist, weiß Sabine Sauer, Mitglied im Aufsichtsrat des Elternvereins. Ihre Tochter wohnt seit der Eröffnung vor 11 Jahren im Wohnheim Renchen und hat hier, laut Sabine Sauer, ein sehr auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Zuhause und genau die Förderung und Betreuung, die ihr guttut. Gerade die therapeutischen Angebote seien für sie sehr wertvoll.
Im Gespräch berichtete Wolfgang Dürr, Heimleitung und Vorstand des Vereins, auch über die beiden neuen Wohnprojekte, die der Verein im Neubaugebiet „Blumenau-Lickelsbühnd“ ab Frühjahr 2026 bauen möchte. Zum einen soll ein Wohnhaus mit kleinteiligen Wohngemeinschaften gebaut werden. Dort sollen in zwei bis vier Wohngemeinschaften 16 Menschen mit hohen Hilfebedarfen wohnen oder das selbstständige Wohnen lernen. Sie werden sehr passgenau - entsprechend ihrer Behinderung - unterstützt werden. Zum anderen entsteht auf einem separaten Grundstück ein betreutes Einzel- und Paarwohnen für bis zu 12 Menschen mit Behinderungen. Denn für Menschen mit Behinderungen ist die Situation auf dem Wohnungsmarkt besonders angespannt. Wie groß die Nachfrage ist, weiß der Verein, der bereits in Achern-Gamshurst eine solche Wohneinrichtung unterhält.
„Wir schätzen es sehr, dass heimatec soziale Verantwortung als Teil eines nachhaltigen Engagements versteht“ freute sich Dürr. Diese werteorientierte Haltung mache einen Unterschied – für den Verein, für die Menschen mit Behinderung vor Ort und für ein solidarisches Miteinander in der Gesellschaft.
